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1. Einführung
Um der zunehmenden Mobilität in der Gesellschaft zu begegnen, sind neue Konzep-
te insbesondere in der Informationstechnologie gefragt, da die bestehenden Systeme
viele hinzugekommenen Anforderungen noch nicht erfüllen. Die Idee der Bildung von
Ad-Hoc-Netzwerken ermöglicht dynamischere und auf Kontext bezogene Kommuni-
kation. Auf technischer Seite sind inzwischen bereits einige Übertragungsprotokolle
wie Bluetooth, Wireless LAN und Infrarotschnittstellen verfügbar; jedoch bestehen
noch relative wenige bereits verwirklichte Anwendungen, welche sich der ja bereits
hardwareseitig unterstützten Ad-Hoc-Idee bedienen. Diese Ausführung will einen
Überblick über heutige und zukünftige Anwendungsszenarien geben und diese erör-
tern.
1.1 Beispielszenario Präsentationraum
In unserem Beispiel will P eine Präsentation halten. Der Reservierungsvorgang des
Präsentationsraumes wird über einen herkömmlichen Reservierungsserver abgewi-
ckelt. Zur Präsentation packt P nur sein drahtloses Bluetooth Mikro und einen PDA
ebenfalls mit Bluetoothschnittstelle ein, welcher die Präsentation und seine Authenti-
fizierungsdaten enthält. Vor dem Raum angekommen authentifiziert sich P mit sei-
nem PDA an der elektronischen Tür, die sich sodann öffnet. P stellt über den PDA
den Beamer als Display ein, verdunkelt den Raum und koppelt das Audiosystem mit
seinem Mikro. Die erst kurz vorher fertig gestellte Ausarbeitung, kann noch schnell
über den Drucker ausgedruckt werden und der Vortrag kann beginnen.
Warum Ad-Hoc?
Schnell stellt man sich die Frage, was denn ein Ad-Hoc-Netz für Vorteile mit sich
bringt. Gerade in unserem Beispiel Präsentation wirkt dies nicht wirklich erforderlich,
da heute ein Vortrag nicht wesentlich komplizierter umzusetzen ist. Daher an dieser
Stelle die Hauptvorteile von Ad-Hoc-Netzen:
Einfachheit und Flexibilität
Da die Kommunikation in Ad-Hoc-Netzen über standardisierte Schnittstellen abläuft,
sind zur Dienstnutzung keine Treiber erforderlich. Dieses Plug and Play ermöglicht
insbesondere die Nutzung von neu hinzugekommenen aber bisher unbekannten Ge-
räten und deren Features; insbesondere für den Laien entfällt ein kompliziertes Se-
tup und die dennoch nötige Konfiguration ist über den vertrauten Browser möglich.
Unabhängigkeit von Infrastruktur
Eine bestehende Netzinfrastruktur wie Ethernetdosen oder Funkbasisstationen sind
bei reinen Ad-Hoc-Netzen nicht erforderlich. So werden Netze auch in nicht erschlos-
senem Terrain wie z.B. in Krisengebieten möglich.
Lokalität
Dienste sind auf ihren Ort bezogen; die Suche nach passenden Diensten ist durch
ein in Bezug auf die Masse begrenztes Angebot erleichtert und übersichtlicher, da
keine unpassenden Dienste angeboten werden. In einem Museum z.B. interessie-
ren nur Angaben zu den Ausstellungen. Informationen zu einem Einkaufszentrum am
anderen Ende der Stadt sind nicht nur überflüssig, sondern behindern den Benutzer
bei seiner Suche nach den nahegelegenen Dingen.
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